GwG · Steuerberater · Stufe 4 von 5
GwG für Steuerberater: Praxis und Falllösung
Praxis und Falllösung: Eine Mandantenakte vollständig fortführen
Du führst eine fiktive Mandantenakte durch mehrere Bearbeitungsphasen und verbindest Stammdaten, Eigentümerangaben, Buchungsunterlagen und Rückfragen. Neue Informationen werden systematisch eingearbeitet, damit Änderungen der Einordnung für das Kanzleiteam erkennbar bleiben.
🇩🇪 Schulungsangebot für Deutschland
- Geplante Schulungszeit
- 4,5 Zeitstunden
- Zusatzprüfung
- Freiwillig · geplant +45 Minuten
- Nach Teilnahme
- Teilnahmezertifikat & Teilnahmebadge
Unverbindliche Anfrage an Timo Winkelbach. Die Zusatzprüfung wählst du nur auf Wunsch hinzu.
Passt diese Stufe zu dir?
Für wen ist die Schulung gedacht?
Für Steuerberater und Kanzleiteams, die einen vollständigen Mandatsvorgang mit mehreren Unterlagen und Bearbeitern trainieren möchten.
Was solltest du mitbringen?
Kenntnisse bis zur Profistufe oder entsprechende Erfahrung mit GwG-Fragen in laufenden Mandaten.
Dein konkreter Mehrwert
Du erkennst typische Brüche zwischen Mandantenaufnahme, laufender Buchhaltung und fachlicher Entscheidung. Die Übung hilft dir, Informationen und Aufgaben über diese Schnittstellen geordnet weiterzugeben und bereits geprüfte Punkte von offenen Fragen abzugrenzen.
Von der Aufnahme über neue Belege bis zum Ergebnisvermerk
Das bearbeitest du in dieser Schulung.
Die Ausgangsakte strukturieren
Du erhältst Mandatsvertrag, Stammdaten, eine Beteiligungsübersicht sowie Rechnungs- und Zahlungsbelege. Daraus entwickelst du eine Aktenstruktur und einen Prüfplan, der die Tätigkeiten der Kanzlei, vorhandene Nachweise und erforderliche fachliche Rücksprachen sichtbar macht.
Änderungen und Antworten einarbeiten
Ein Eigentümerwechsel und die Erklärung zu einem Unterauftragnehmer verändern die Unterlagenlage. Du prüfst ihre Bedeutung für bisherige Angaben und Buchungssachverhalte und hältst fest, welche Aussagen aktualisiert, ergänzt oder zunächst ausdrücklich offengelassen werden müssen.
Den Vorgang begründet übergeben
Du formulierst einen Ergebnisvermerk für den zuständigen Steuerberater mit Sachverhaltschronologie, Risikoeinordnung und gegebenenfalls gesonderter Meldefrage. Die Auswertung untersucht, ob jeder wesentliche Schluss auf konkrete Unterlagen zurückgeführt werden kann und offene Aufgaben klar zugewiesen sind.
Deine Lernziele
- Stammdaten und laufende Buchungsunterlagen gemeinsam auswerten.
- Eigentümerwechsel und nachgereichte Belege in die Akte integrieren.
- Änderungen der Einordnung mit ihrer Informationsgrundlage dokumentieren.
- Eine vollständige fachliche Übergabe mit offenen Aufgaben erstellen.
Vom Wissen zur begründeten Falllösung.
Fiktiver Übungsfall · Steuerberater
Buchhaltung einer wachsenden Unternehmensgruppe
Eine Kanzlei übernimmt mehrere Gesellschaften eines Unternehmers. Später ändern sich Eigentümer und Rechnungsempfänger; Leistungen werden teilweise durch einen Unterauftragnehmer erklärt. Führe die Mandantenakte fort, vergleiche die Belege und dokumentiere, welche Klärung vor der abschließenden fachlichen Bewertung noch erforderlich ist.
Im Mittelpunkt: Fortlaufende Mandatsbearbeitung mit Strukturänderungen und neuen Buchungsinformationen.
Deine Übung
Du bearbeitest die Akte zunächst mit dem Ausgangsbestand und anschließend mit ergänzenden Mandantenantworten. Jede Überarbeitung wird mit Anlass und Auswirkung im Verlauf festgehalten.
Dein Arbeitsergebnis und Teilnahmenachweis
Eine nachvollziehbare Mandantenakte mit aktualisierten Angaben, Belegvergleich, Rückfragen und abschließender interner Entscheidungsvorlage. Nach absolvierter Schulung erhältst du ein als Teilnahme gekennzeichnetes Zertifikat und den Teilnahmebadge deiner Branche und Stufe.
Der Bezug zu deinem Arbeitsalltag
Du trainierst einen zusammenhängenden Kanzleiprozess mit klaren Informationsübergaben. Das macht sichtbar, wo im eigenen Arbeitsablauf Zuständigkeiten, Nachweisanforderungen oder die Dokumentation von Mandantenantworten noch präzisiert werden sollten.
Geplant: 4,5 Zeitstunden Schulung. Mit Raum für die Anwendung.
Die geplante reine Schulungszeit beträgt 270 Minuten. Sie umfasst Wissensvermittlung, Anwendung am Übungsfall und gemeinsame Auswertung. Pausen kommen hinzu. Die Angaben sind Planungswerte; den konkreten Ablauf stimmen wir vor der Schulung ab.
- Wissen & Einordnung
- 60 Minuten
- Übung & Anwendung
- 180 Minuten
- Auswertung & Transfer
- 30 Minuten
Wenn du die freiwillige Zusatzprüfung wählst, kommen 45 Minuten hinzu. Die geplante Gesamtzeit mit Prüfung beträgt dann 5,25 Zeitstunden, zuzüglich Pausen.
Du entscheidest, ob du zusätzlich eine Prüfung ablegst.
Die Schulung ist auch ohne zusätzliche Abschlussprüfung möglich. Nach absolvierter Schulung erhältst du ein Teilnahmezertifikat und einen Teilnahmebadge. Ein Nachweis über eine bestandene Prüfung setzt die erfolgreiche Teilnahme an der freiwilligen Zusatzprüfung voraus.
Prüfungsformat
Optionale Prüfung: Neue Mandantenakte mit nachgereichter Sachverhaltsänderung
Deine Prüfungsaufgabe
Du bearbeitest einen vollständigen Unterlagensatz, aktualisierst ihn nach einer Zusatzinformation und erstellst einen begründeten Ergebnisvermerk.
Darauf kommt es bei der Bewertung an
- Aktenbestand und Mandatsbezug vollständig geordnet
- Neue Informationen konsistent eingearbeitet
- Ergebnis und offene Aufgaben verständlich übergeben
Dokumentation der Prüfungsleistung
Nach bestandener optionaler Prüfung erhältst du einen gesondert als Prüfungsnachweis gekennzeichneten Erfolgsnachweis für diese Stufe.
Schulung mit Zusatzprüfung anfragenTeilnahme und Prüfungsleistung bleiben erkennbar.
Der persönliche Nachweis benennt ausdrücklich, ob die Teilnahme oder eine bestandene freiwillige Zusatzprüfung bestätigt wird. Die Badge-Grafik zeigt die Branche und Lernstufe; sie ist für sich allein kein Leistungsnachweis.
Informationen zur Zertifikat- und Badge-Prüfung →Rechtsgrundlagen und Fachquellen zu dieser Stufe
Die Schulung arbeitet mit den folgenden Quellen. Sie helfen dabei, die Entscheidungen im Übungsfall anhand der jeweils einschlägigen Regelung zu begründen.
- GwG – Verpflichtete: Steuerberater – § 2 Abs. 1 Nr. 12 GwG
- GwG – Wirtschaftlich Berechtigter – § 3 Abs. 1 bis 4 GwG
- GwG – Interne Sicherungsmaßnahmen – § 6 Abs. 1 und 2, insbesondere Abs. 2 Nr. 1 und 6 GwG
- GwG – Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht – § 8 Abs. 1 bis 4 GwG
- GwG – Allgemeine Sorgfaltspflichten – § 10 Abs. 1 bis 3a und 9 GwG; laufende Überwachung: Abs. 1 Nr. 5
- GwG – Identifizierung; Erhebung von Angaben zum Zweck der Identifizierung – § 11 Abs. 1, 3 bis 6 GwG
- GwG – Überprüfung von Angaben zum Zweck der Identifizierung – § 12 Abs. 1, 2 und 4 GwG
- GwG – Verstärkte Sorgfaltspflichten – § 15 Abs. 1 bis 6 GwG
- GwG – Meldepflicht von Verpflichteten – § 43 Abs. 1 und 2 GwG
- GwG – Verbot der Informationsweitergabe – § 47 Abs. 1, 2, 4 und 5 GwG
- BStBK – Auslegungs- und Anwendungshinweise zum GwG, Stand 1. Januar 2026 – Rn. 1, 26–61, 74–156, 157–197 und 205–222; Beschluss vom 27. Januar 2026; zur Genehmigung durch die örtliche Steuerberaterkammer S. 1
Interesse an GwG für Steuerberater: Praxis und Falllösung?
Dein Ansprechpartner für die Schulungsanfrage ist Timo Winkelbach. Du erreichst ihn per E-Mail an info@eu-aml.com oder über das vorausgefüllte Anfrageformular.
Schulungsanfrage vorbereitenReihe, Branche und Stufe werden übernommen. Die Anfrage ist unverbindlich.